INTERNATIONALER TAG DER BIODIVERSTÄT 2010
 

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Deutschland: Wert der Natur - warum sich Vielfalt rechnet

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Ein Hotspot des Lebens

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Ankündigung

Ursprüngliche Ankündigung der Veranstaltung auf dieser Website (April 2010)


Ein Hotspot des Lebens

Foto: GeoMedia

Über 120 Experten für Flora und Fauna und 1.200 Besucher des umfangreichen Exkursionsprogramms erforschten am 12. Juni das Artenvorkommen in vier Gebieten der Region Freiburg: auf dem Feldberg, am Kaiserstuhl, im Freiburger Mooswald und in den Rheinauen bei Weisweil. Sie dokumentierten dabei rund 2.300 Arten. Außerdem widmeten sie sich der Frage, welche "Dienstleistungen" die Natur für den Menschen erbringt und wie sich der Nutzen der Vielfalt in Geldwert umrechnen lässt. Auch Wissenschaftler des Umweltforschungszentrums Leipzig waren vor Ort und analysierten, wie sich der Wert der gefundenen Vielfalt in den Freiburger Ökosystemen nach ökonomischen Kriterien beziffern lässt.


In den vier kartierten Gebieten konnten elf Fledermausarten gefunden werden. Besonders hervorzuheben sind die Funde der Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) in den Rheinauen, der Nordfledermaus (Eptesicus nilssonii) am Feldberg, die nur in Höhenlagen vorkommt und deswegen schwer nachweisbar ist, und der äußerst seltenen Fransenfledermaus (Myotis nattereri) im Mooswald.


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Foto: Tom Müller

Insgesamt konnten im Gebiet Feldberg 43 Vogelarten nachgewiesen werden. Ein fütterndes Dreizehenspechtpaar, dessen Höhle und Brut selbst den Experten vor Ort bisher unbekannt waren, wurden gesichtet. Der Dreizehenspecht ist in Baden-Württemberg als stark gefährdet eingestuft. Ebenfalls am Feldberg gefunden wurde der Bergpieper (Anthus spinoletta), der in Baden-Württemberg vom Aussterben bedroht ist. Im Oberbrunnental bei Ihringen im Kaiserstuhl, einem der wärmsten Gebiete Deutschlands, wurde der Wiedehopf (Upupa epops) dokumentiert, der in Baden-Württemberg nur in der Region Freiburg mit rund 100 Brutpaaren vorkommt und in der Roten Liste des Bundeslandes als stark gefährdet eingestuft ist.


Die Amphibien-Experten freuten sich über eine stabile Population der stark gefährdeten und europaweit geschützten Gelbbauchunke (Bombina variegata) in den Rheinauen bei Weisweil. In der Region Kaiserstuhl wurde die Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) nachgewiesen, die deutschlandweit nur hier zu finden ist. Dieses Vorkommen unterstreicht die Bedeutung der Region für wärmeliebende, mediterrane Arten.


Die Ergebnisse liefern einen eindrucksvollen Beweis dafür, dass die Region Freiburg eine der artenreichsten Regionen ganz Deutschlands ist, weil auf engstem Raum sehr unterschiedliche Lebensräume wie der Feldberg mit fast 1.500 Meter Höhe oder der Kaiserstuhl als Wärmeinsel in Süddeutschland vorzuweisen sind.


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GEO-Tag_2010_Freiburg_Ablaufplan.pdf

Ablaufplan des 12. GEO-Tags der Artenvielfalt 2010 in der Region Freiburg

69 K

GEO_Tag_der_Artenvielfalt_2010.pdf

GEO-Reportage über den 12. Tag der Artenvielfalt 2010 (GEO Deutschland, October 2010)

5.9 M

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Fotos: Suhel Al-Janabi, Maria Irl, Tom Müller, Berthold Steinhilber, Thomas Stephan