Seit 2001 organisieren das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gemeinsam mit dem GEO-Magazin „Tage der biologischen Vielfalt“ in Deutschland und verschiedenen Entwicklungsländern.
Für die konkrete Umsetzung der nationalen Aktionstage schlossen sich Lokalpolitiker und andere Entscheidungsträger, Biodiversitätsexperten sowie Vertreter von wichtigen Medien zusammen. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort organisierten sie zahlreiche Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern. Die Resonanz in den Medien war groß, sowohl in Deutschland als auch in den anderen Ländern, in denen Aktionstage stattfanden.
Tage der biologischen Vielfalt – wie beispielsweise eine Veranstaltung zu „Biodiversität und Klimawandel“, die 2007 im vietnamesischen Tam Dao National Park stattfand – haben bisher Einfluss auf die Politik in über zehn Ländern genommen und das Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt gefördert. Auf diesen Erfolgen möchten Entwicklungsministerium, Umweltministerium und GEO aufbauen, und neue Partner dafür gewinnen, ähnliche "Biodiversitätstage" rund um den Globus zu organisieren.
Etwa 50 Länder wurden eingeladen, an diesem globalen Event teilzunehmen. Während jedes Land frei über die Gestaltung seiner nationalen Veranstaltungen bestimmen kann, bedarf es einer geschickten Koordination, um den inhaltlichen Zusammenhang der Aktionstage zu sichern. Die Resultate sollen in einer Reihe von internationalen Präsentationen zusammengeführt werden.
Zu diesem Zweck wurde der folgende Projektaufbau entwickelt:

Die Steuerungsgruppe gibt die Rahmenbedingungen für das globale Projekt vor. Sie besteht aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), dem Bundesministerium für technische Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), GEO International und dem Koordinationsbüro der globalen Studie „Die Wirtschaftlichkeit von Ökoystemen und Biodiversität“ (TEEB).
Die Projekt-Koordinationsstelle berät die nationalen Umsetzungsteams zu organisatorischen und inhaltlichen Fragen. Außerdem koordiniert sie sämtliche weltweit stattfindenden Aktivitäten, erarbeitet aus nationalen Erfahrungen ein globales Mosaik und sorgt dafür, dass die Ergebnisse in angemessener Weise international präsentiert werden. Diese Aufgaben wurden GeoMedia, einer Consultingagentur in Bonn, übertragen.
Die Nationalen Umsetzungsteams werden von den nationalen Kontaktstellen der CBD-Vertragsstaaten bestimmt („CBD Focal Points“). Die Teams organisieren die nationalen Aktionstage eigenverantwortlich und erhalten auf Anfrage Anleitung und Unterstützung von der Projekt-Koordinationsstelle (GeoMedia). Später stellen sie ausgewählte Ergebnisse für das globale Mosaik der nationalen Erfahrungen zur Verfügung. In Ländern mit GEO-Redaktionen und/oder Strukturen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (bspw. GTZ oder KfW) werden diese mit den nationalen Teams zusammenarbeiten.
Die Steuerungsgruppe und die Projektkoordinatoren werden eng mit dem Sekretariat für das Übereinkommen über biologische Vielfalt (SCBD) und dem UN-Umweltprogramm (UNEP) kooperieren, um eine Übereinstimmung mit internationalen Veranstaltungen und anderen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Internationalem Biodiversitätstag 2010 herzustellen.