INTERNATIONAL DAY OF BIODIVERSITY 2010
 

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Lettland: Leben in Riga und um Riga herum

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Jugend forscht

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Ankündigung

Ursprüngliche Ankündigung der Veranstaltung auf dieser Website (April 2010)


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Jugend forscht

Bereits am frühen Morgen entsandte das Naturkundemuseum von Riga seine Experten, um zwei Tages-Exkursionen in der Umgebung zu begleiten: Vor- und Grundschulkinder aus der lettischen Hauptstadt. Die kleinen Profis hielten auf dem Aussichtsturm in Kengarags an der Düna (Daugava) unter Anleitung des Ornithologen Dmitrijs Boiko mit dem Fernrohr Ausschau nach verschiedenen Vogelarten. Und erkoren den eleganten Haubentaucher (Podiceps cristatos) als schönstes Exemplar.


Die Expertin für Weichtiere, Digna Piláte, schickte die Kinder an das Flussufer: Erfolgreich sammelten die Kleinen dort in nur fünf Minuten gleich zehn verschiedene Muschel- und Schneckenarten, die aus dem Speiseplan von Fisch und Vogel nicht wegzudenken sind. Unter anderem fanden sie die Spitze Sumpfdeckelschnecke (Viviparus viviparus), die Gemeine Tellerschnecke (Planorbis planorbis) und die Wandermuschel (Dreissena polymorpha), ein wichtiger Bioindikator, wenn es darum geht schädliche Konzentrationen von Methylquecksilber aufzuspüren.


Im Schilfgürtel von Bolderaja, einem Stadtteil an der Düna-Mündung in die Rigaer Bucht, ging die Suche weiter. Hier nahmen Groß und Klein durch ihre Ferngläser nicht nur brütende Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) in Augenschein, sondern staunten auch über den dichten Strom von Wochenendausflüglern, die bereits mitten im baltischen Frühjahr bei sonnigen 28 Grad Celsius zum Baden an den Ostseestrand pilgerten.


In einem kleinen Mischwald bei einer Dünenlandschaft gab es kaum ein Entkommen vor Abertausenden surrenden Quälgeistern – mit dem Blitzsommer waren die Mücken gekommen. Die Biologin Inita Daniele führte vor, wie man sich aus der Wald-Apotheke helfen kann: Der Saft des Breitwegerich (Plantago major) ist ein probates Mittel gegen Insektenstiche.


Währenddessen zählte die Expertin Diana Meiere gleich zehn verschiedene Flechtenarten an einem einzigen Baum, ein Zeichen bester Luftqualität im Küstengebiet. In den Bolderaja-Dünen schließlich stand der Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens), bereit seine purpurnen Blüten zu öffnen: Diese Orchideenart ist wegen ihres süßlichen Duftes auch als Strandvanille bekannt.


Ein winziges Insekt mit großen Namen lauerte am Ende der Exkursion: der Ameisenlöwe (Myrmeleon formicarius), der aus seinem typischen Sandtrichter heraus vorbeiziehende Beutetiere gezielt mit Sand bewirft – ein großer Spaß für die Kinder.


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Latvia_Biodiversity_October_2010.pdf

GEO coverage of Biodiversity Action Day in Riga and the world (GEO Latvia, October 2010, in Latvian)

3.8 M

GEO_Latvia_Press_Release.pdf

Press release on the occasion of the Biodiversity Action Day in Latvia (English)

233 K

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