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Der "B(iodiversity) - Day"

Vielfalt 'be-greifen': Humboldt-Tagung und Tag der Artenvielfalt von GEO

Die deutsch-kolumbianische Zusammenarbeit

Der GEO-Tag der Artenvielfalt 9.-10.6.2001 in Villa de Leyva und im Ruhrgebiet

NEU! Impressionen vom 'Da de la Diversidad' aus Villa de Leyva

Das BIODIV Diskussionsforum

Vielfalt 'be-greifen': Humboldt-Tagung und Tag der Artenvielfalt von GEO

Seit einigen Jahren verbindet die Zusammenarbeit im Bereich der biologischen Vielfalt Deutschland und Kolumbien auf besondere Weise. Diese Kooperation hat im Juni diesen Jahres zwei weitere Höhepunkte erlebt. Vom 7. bis zum 8. Juni 2001 war die kolumbianische Stadt Villa de Leyva der Veranstaltungsort der Tagung "200 Jahre Biodiversitätsforschung Kolumbien-Deutschland" in deren Rahmen am 9. und 10. Juni der GEO-Tag der Artenvielfalt stattgefunden hat.

Ziel der Tagung war es, den Stand der Biodiversitätsforschung nach 200 Jahren zu beleuchten, den heutigen wissenschaftlichen Standpunkt zu beschreiben und die neuen Perspektiven und Möglichkeiten der wissenschaftlichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Biodiversität in Kolumbien zu bestimmen. Zudem sollte der wissenschaftliche Austausch zwischen den deutschen und kolumbianischen Wissenschaftlern und ihren jeweiligen Instituten gefördert und ausgebaut werden. Damit kommen Deutschland und Kolumbien ihrer im Rahmen der Biodiversitätskonvention eingegangenen Verpflichtung zum Informationsaustausch (dem so genannten ,Clearing-House Mechanism') nach. Dieser ruft die Unterzeichnerstaaten der Biodiversitätskonvention zu einer engeren und kontinuierlicheren Zusammenarbeit auf technischer und wissenschaftlicher Ebene auf.

Die wichtigsten Aufgaben der Tagung in Villa de Leyva waren:

  • Der Austausch von Informationen der deutschen und kolumbianischen Wissenschaftler, wie auch von Institutionen zur Förderung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit.

  • Die Konkretisierung bereits bestehender Initiativen auf wissenschaftlicher wie auch auf technischer Ebene, sowie die Identifizierung und Definition neuer Bereiche für die Zusammenarbeit zwischen deutschen und kolumbianischen Wissenschaftlern.

Hier gelangen Sie zum detaillierten Programm der Tagung:

http://www.humboldt.org.co/diadeladiversidad/agenda.html

Die deutsch-kolumbianische Zusammenarbeit

Die Konvention über biologische Vielfalt (CBD) unterstützt die internationale Zusammenarbeit zwischen den Ländern mit großer Artenvielfalt und den Industrieländern zum Zwecke des Schutzes der Biodiversität, der wissenschaftlichen Forschung und der nachhaltigen Entwicklung. Genau dies war 1997 das Ziel des Symposiums: "Biodiversity of Colombia: A call for Colombian-German Cooperation", bei dem zum erstenmal deutsche und kolumbianische Wissenschaftler aus dem Bereich der Biodiversitätsforschung zusammentrafen. Diese Initiative wurde damals von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ( www.dfg.de) unterstützt.

Der Erfolg dieser Tagungen zeigte sich bei zwei bilateralen Symposien in Bonn und Bogotá in deren Folge eine Reihe wissenschaftlicher Projekte entstand, die das Interesse der deutschen Bundesregierung an einer intensiven Zusammenarbeit mit Kolumbien auf dem Gebiet der Biodiversität unterstreichen. So hat sich im Bereich des Nationalparkmanagements ein reger Austausch mit dem Bundesamt für Naturschutz entwickelt. Diese regelmäßige Kommunikation wird durch die Unterstützung wissenschaftlicher Projekte in Kolumbien ergänzt.

Vor allem die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und das
Instituto Humboldt, die als "National Focal Point" fungieren, arbeiten seit 1997 in enger Kooperation. In diesem Rahmen So wird von deutscher Seite u.a. der Aufbau einer nationalen Biodiversitäts-Expertenbank gefördert. Darüber hinaus existiert seitdem ein erheblich erweitertes Serviceangebot des kolumbianischen Clearing House Mechanismus (CHM), einer "Maklerstelle" zur Vermittlung von Informationen zur biologischen Vielfalt, das in Form einer interaktiven Homepage für Forschungskooperationen (Kooperationsbörse) bereits neue Forschungsprojekte initiieren helfen konnte. Mehr über diese Projekte erfahren Sie auf den Webpages des deutschen und des kolumbianischen Clearing-House-Mechanismus.

Der GEO-Tag der Artenvielfalt 9.-10.6.2001 in Villa de Leyva und im Ruhrgebiet

Bereits zum dritten Mal veranstaltete das GEO-Magazin dieses Jahr den GEO-Tag der Artenvielfalt. Ziel dieses "events" war es, über die weltweite biologische Vielfalt, ihre Bedrohung, Erhaltung und Nutzung zu berichten. In diesem Jahr zogen GEO, die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der
Westdeutsche Rundfunk
(WDR) hierbei an einem globalen Strang:

Der diesjährige Tag der Artenvielfalt begann unmittelbar im Anschluss an die Humboldt-Tagung "200 Jahre Biodiversitätsforschung Kolumbien-Deutschland". Schwerpunkt des Aktionstages war eine 24-Stunden-Inventur der biologischen Vielfalt in der Andenregion um Villa de Leyva sowie von Parks, Stadtwäldern und renaturierten Abraumhalden im Ruhrgebiet zwischen Duisburg und Hamm. Bei dieser bisher einzigartigen Bio-Inventur haben Schulklassen die Tier- und Pflanzenwelt auf zwei Teilen der Erde zeitgleich auf ihren Artenreichtum hin untersucht. In Kolumbien beteiligten sich an der Inventur neben rund 20 kolumbianischen auch deutsche und schweizer Schulen. Ihnen standen eine Reihe führender internationaler Wissenschaftler mit Rat und Tat zur Seite, die sich anläßlich der tags zuvor stattgefundenen Humboldt-Tagung in Villa de Leyva aufhielten.

Zur detaillierten Darstellung der Region (640x480; 100kb, ca. 28 Sekunden @ 28.800 baud; Kartenbeschriftung in Spanisch)

Zur Karte der Untersuchungsgebiete der 24-Stunden-Inventur (640x480; ca. 46kb, 13 Sekunden @ 28.800 baud; Kartenbeschriftung in Spanisch)

Die Schüler aus Nordrhein-Westfalen und Kolumbien werden die Resultate ihrer Untersuchungen auswerten und auf die Internet-Seite des GEO-Kindermagazins GEOLINO einstellen, so dass sie für alle interessierten Kinder und Jugendlichen abrufbar sind. Hier haben alle interessierten Internet-Nutzer auch die Möglichkeit Fragen und Kommentare an die Forscherkids zu richten. Auf diese Weise schließt sich an den vorausgegangenen Austausch der Wissenschaftler ein Austausch junger Naturkundler aus den verschiedenen Kontinenten an. Die Schüler aus Villa de Leyva und der Umgebung werden im Anschluss an den GEO-Tag der Artenvielfalt alle 15 Tage zusammenkommen und sich per Internet mit den Partnerschulen aus dem Ruhrgebiet in Verbindung setzen und weitere Ergebnisse der Inventur austauschen.

Das GEO-Magazin wird in seiner September-Ausgabe eine umfangreiche Beilage über das Thema sowie den Aktionstag in Deutschland und Kolumbien veröffentlichen. Das GEO-Magazin Spanien wird den Aktionen des Biodiversitätstags in Kolumbien besondere Beachtung schenken und eine eigene Beilage zum Thema erstellen.

Darüber hinaus hat auch das Fernsehen eine ganze Woche lang die Artenvielfalt zum Thema gemacht. Das Morgenmagazin der ARD berichtete in der Woche vom 5.- 8.6.2001 täglich von unterschiedlichen Orten in Deutschland. Und der Westdeutsche Rundfunk (WDR) widmete der Biodiversität mehrere Sendungen, so am 5.6. Quarks & Co und am 8.6 Quarks & Co extra. Höhepunkt im "Dritten" stellte am 9.6. die Live-Berichterstattung über die Schüleraktivitäten aus dem Ruhrgebiet dar. Auch wurde in diesem Rahmen über die Internet-Brücke der Kids zwischen Deutschland und Kolumbien berichtet.

Schlaglichter zum B-Day in Kolumbien

Impressionen vom 'Da de la Diversidad' aus Villa de Leyva. Mehr finden Sie auch auf den Webseiten des Instituto Humboldt (englisch/spanisch):
www.humboldt.org.co/diadeladiversidad/resultados/en-index.html

Symposium

"Warum gibt es soviel Armut in einem so reichen Land?" Diese Frage, gestellt von Lucía Arteortúa, einer der führenden Biotechnologinnen Kolumbiens aus Medellin, konnte während des deutsch-kolumbianischen Symposium "200 Jahre Biodiversitätsforschung" in Villa de Leyva zwar nicht hinreichend beantwortet werden ...

Inventur

Die Nacht vom 9 auf den 10. Juni brachte für viele der 260 TeilnehmerInnen aus dem wissenschaftlichen Bereich am Maraton keine Erholung, noch bis Mitternacht kamen verschiedene der 19 Gruppen zurück. Andere wie die Spinnenexperten übernachteten gleich auf 3.000 Metern Höhe im Bergmassiv des Iguaque ...

Fotos von Samstag, 9.6.2001: Die Vorbereitungen zur 24-Stunden-Inventur laufen an, Landschaft um Villa de Leyva und Teilnehmer der dort stattfindenden Tagung "200 Jahre Biodiversitätsforschung Kolumbien-Deutschland"...

   

Das BIODIV Diskussionsforum

Für die interessierte Öffentlichkeit stand am GEO-Tag ein besonderes Angebot zur Verfügung: Wissensdurstige, Engagierte und nicht zuletzt Fachleute aus dem GTZ-Projekt "Umsetzung der Biodiversitätskonvention" trafen sich in einem virtuellen Raum, um über Themen der biologischen Vielfalt, deren Bedrohung, Erhalt oder auch dem Nutzen von Tier- und Pflanzenarten zu diskutieren. Mit aktuellen Fachkommentaren und einem Diskussionsforum bettet das GTZ-Projekt den GEO-Tag der Artenvielfalt vom 9.6.2001 in sein gegenwärtiges Internetangebot ein. Auf der Biodiversitäts-Homepage der GTZ haben alle Interessierten die Möglichkeit, Fragen zum Thema zu stellen, persönliche Erfahrungen und Kenntnisse weiter zu geben oder auch die Einträge anderer zu kommentieren.

Links

www.humboldt.org.co/diadeladiversidad/resultados/en-index.html

www.humboldt.org.co/diadeladiversidad/encolombia.html

www.humboldt.org.co/diadeladiversidad/villadeleyva.html

www.humboldt.org.co/default-ing.htm

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